verfahrensbeistand

Durchschnittlich wird etwa jede zweite Ehe geschieden. Mindestens ebenso hoch ist die Trennungsquote bei nicht verheirateten Eltern.

In dieser emotional belastenden Situation verlieren Eltern oftmals das Wohl ihrer Kinder komplett aus den Augen. Sie sind so zerstritten, dass sie nicht mehr in der Lage sind, die Interessen ihrer Kinder angemessen wahrzunehmen.

In solchen Fällen trägt der von den Familiengerichten bestellte Verfahrensbeistand maßgeblich dazu bei, das Wohl der Kinder zu wahren und ihre Rechte und Interessen zu vertreten. Der Verfahrensbeistand unterstützt auch die Eltern dabei, ihre Elternkompetenz zurückzuerlangen, um wieder eigenverantwortlich für das Wohl ihrer Kinder sorgen zu können.

Das Ziel ist es, die strittigen Punkte zu entschärfen, offene Fragen zu klären und für die Zukunft tragfähige Lösungen zu finden, damit trotz der emotionalen Verletzungen, die auf der Paarebene stattgefunden haben, wieder eine gemeinsame Elternebene entstehen kann.

Ein verantwortungsbewusster Umgang als Eltern ermöglicht den gemeinsamen Kindern ein seelisch gesundes Aufwachsen.

Grundsätzlich haben Kinder das Recht auf Umgang zu beiden Elternteilen.
Der Bundeminister für Justiz:
Das Umgangsrecht besteht unabhängig vom Recht der elterlichen Sorge. Es dient dazu, den Kontakt des Kindes zu den Personen, die ihnen in der Regel besonders nahe stehen, aufzubauen, aufrechtzuerhalten und zu fördern. Vor allem nach einer Trennung oder Scheidung der Eltern sollen dem Kind die familiären Beziehungen möglichst erhalten bleiben. (BMJ Kindschaftsrecht/Sorge- u. Umgangsrecht v. 23.11.2009)